Seminararbeit — was ist das und wie schreibt man es?
Die Seminararbeit ist eine Art der jährlich durchgeführten Forschungsarbeit eines Studenten mit dem Ziel, ihn als junger Spezialist zu werden und die wesentlichen Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit widerzuspiegeln. Seminararbeiten werden in der Regel im Rahmen des Themas eines bestimmten Seminars verfasst und zielen darauf ab, das erworbene Wissen zu festigen und Ihren persönlichen Beitrag zu diesem Thema zu leisten.
1. Warum eine Seminararbeit schreiben?
Die Bedeutung der Seminararbeit liegt darin, dass der Studierende beim Abfassen nicht nur die theoretischen Kenntnisse festigt, sondern auch durch die Auswahl und Analyse zusätzlicher Informationsquellen vertieft. Darüber hinaus trägt die Seminararbeit zur Motivation der Initiativarbeit der Studierenden bei, der Bildung von Kompetenzen für eigenständige, kreative Forschungstätigkeiten.

Die Bearbeitung der Seminararbeit geht dem Abschluss der abschließenden Qualifizierungsarbeit voraus. Insofern ist jede Seminararbeit ein eigenständiges Studium, kann aber auch integraler Bestandteil zukünftiger Qualifizierungsarbeiten sein.
2. Allgemeine Anforderungen
An die Seminararbeit als erste eigenständige Recherche werden folgende Anforderungen gestellt:

  • die Arbeit soll im Kern ein aktuelles Problem haben, das mit Hilfe eines theoretischen und methodischen Arsenals gelöst wird und dem allgemeinen Thema des Seminars entspricht;

  • die Arbeit muss auf einem ausreichend hohen theoretischen Niveau unter Einbeziehung einer breiten Palette von literarischen, statistischen und anderen Materialien durchgeführt werden;

  • die Arbeit muss kompetent, in einer wissenschaftlichen Sprache verfasst, logisch aufgebaut und richtig gerahmt sein;

  • die Arbeit soll vom Studenten selbst unter Anleitung seines Betreuers erstellt werden;

  • die Arbeit sollte keine Nacherzählung von zuvor studiertem Material oder eine einfache Zusammenstellung sein;

  • die Arbeit soll Elemente einer kreativen Herangehensweise an die Lösung eines wissenschaftlichen Problems enthalten.
3. Besonderheit des Schreibens
Die Seminararbeit beginnt mit der Themenwahl, Begründung der Relevanz, Auswahl literarischer Quellen, Erstellung von Literaturverzeichnissen. Eine wichtige Informationsquelle für das Verfassen einer Seminararbeit können Materialien sein, die im theoretischen und praktischen Unterricht an der Universität recherchiert und studiert werden. Mit der Vertiefung der Arbeit an der Seminararbeit, der Manifestation dieser wissenschaftlichen Suche, versuchen die Studierenden, das Hauptproblem ihrer Forschung zu formulieren. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt zur endgültigen Genehmigung des Themas. Die richtige Formulierung des Forschungsziels, die Bestimmung des zu lösenden Aufgabenkomplexes sowie des Gegenstandswesens der Arbeit, die Wahl der Forschungsmethoden und -ansätze, die strukturelle Struktur und Logik der Arbeit, die Menge der verwendeten Informationen und letztlich das Ergebnis der Recherche hängen maßgeblich von der klaren Formulierung des Problems ab.

Die Seminararbeit unterscheidet sich sowohl inhaltlich als auch im Umfang von allen anderen wissenschaftlichen Arbeiten. Seminararbeit ist in der Regel eher komparativ-deskriptiv (abstrakt) und lehrreich. Die Studierenden sollen die Auseinandersetzung mit den Grundlagen beginnen, indem sie Primärwissen über grundlegende Konzepte und Kategorien, grundlegende Lehren sowie Fähigkeiten für deren Anwendung in der Forschungsarbeit festigen.